Jetzt ist schon ein ganzes Jahr vorbei... ich kann immer noch nicht glauben, dass es so schnell ging. Doch der Kalender behauptet es!
Schon seit einer Woche war ich nicht mehr im Projekt obwohl ich noch in Buenos Aires bin und schon vermisse ich die Kinder. Mein letzter Tag war irgendwie seltsam. In dem ganzen Baugeschehen in Los Luceros haben wir Tische und Stühle in die "neue Bibliothek" gestellt die noch kein Dach hat und haben dort meinen (etwas misslungenen) Kuchen gegessen. Eine ganze Reihe Kinder kam zu mir mit Geschenken, viele sagten mir wie gern sie mich haben würden, dass sie mit nach Deutschland kommen wollen würden und dass sie nicht mehr nach Los Luceros kommen würden wenn ich nicht mehr da wäre. Ich weiß, sie sagen das jedes Jahr zu den Freiwilligen und machen es doch nie, aber sie drücken so etwas aus, dass ich auch meinerseits bestätigen kann: wir haben uns, trotz mancher Schwierigkeiten, lieb gewonnen!
Nachdem Essen zeigte ich noch Fotos aus dem Jahr von Los Luceros und es gab auch von mir 2 Geschenke an Los Luceros. Dabei handelte es sich zum einen um ein sehr umfangreiches Fotoalbum und zum anderen ein Rezeptebuch für Kuchen in das jeder Freiwillige in Los Luceros ab jetzt ein Rezept einbringen muss.
Der Abschied fiel mir dann doch nicht so schwer obwohl einige Tränen flossen als ich das von den Kindern gemalte Plakat las, aber ich werde ja in meinen letzten Tagen hier doch noch einmal vorbeischauen :D
Was meine Rückreise angeht, die trete ich dann am 25. September an und sie führt mich direkt auf das Nachbereitungsseminar in Uslar. Erst nach den 5 Tagen dort komme ich wieder zurück in die schönste Stadt der Welt, die, so weit ich weiß, schon auf mich wartet ;)
Bis bald,
eure Anneke
Liebe Anneke, du hast da einen so schönen Blog geschrieben, damals. Es war immer informativ zu lesen, wie man denn so lebt am anderen Ende der Welt am Rande von Buenos Aires. Inzwischen bin ich ja sogar selbst dort gewesen und habe die Erfahrung gemacht, dass das Lebensgefühl dort so anders ist, als hier. Das fängt ja schon an mit der Sonne, die anders herum zu laufen scheint. ;) Aber auch die Kinder und Jugendlichen, die so vollkommen andere Probleme haben als die Leute hier, die in Häusern wohnen mit gestampftem Lehmboden in einem Viertel voller Mauern und Hunden, die wütend dahinter bellen, sobald man vorbei geht. Und doch... es sind einfach auch nur junge Menschen. Mit Lebenshunger, Abenteuerlust und Hoffnungen. Ich bin froh, dass du deine junge Energie hineingesetzt hast in ein Projekt, das diesen Kindern eine gute Zeit und ein bisschen Fröhlichkeit schenken möchte.
AntwortenLöschenDeine Mamita